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Auch heute morgen haben wir nochmals Büroarbeit erledigt und sind nach dem Mittagessen zum Zion Nationalpark weiter gefahren. Im Visitor Center des Nationalparks haben wir uns kurz über die Wander-Trails sowie über das Velofahren im Park erkundigt. Anschliessend sind wir mit den Bikes dem Virgin River entlang gefahren und bestaunten unterwegs den Court of the Patriarchs. Da wir ja im „heiligen“ Land Zion waren, sind dies die drei Patriarchen, Isaak, Jakob und Abraham. Von der Zion Lodge aus starteten wir zum Emerald-Pools-Trail. Von diesen Pools gibt es deren drei: den Lower, den Middle sowie den Upper, wobei immer ein kleiner Wasserfall dazwischen gehört. Via Kayenta-Trail sind wir dem River entlang zur Zion Lodge zurück gekehrt. Hier hatte es viele eklige Bremen, die uns oder vor allem Marc stachen. Auch sind wir vielen Hirschen und grossen Truthähnen begegnet. Als wir am nächsten Morgen den Rucksack gepackt hatten sind wir in den Zion Shuttle-Bus gestiegen. Der Shuttle-Bus fährt im 15-min Takt die 6 Meilen (10 km) Strecke bis zum Ende der Strasse, wofür er sagenhafte 45 Minuten benötigt. Kein Wunder, denn unterwegs werden noch die Geschichte sowie sämtliche Trails des Zion Nationalparks erklärt. Nachdem wir bei der Grotto-Haltestelle ausgestiegen sind, begannen wir unsere Wanderung zur Angels Landing. In nur 2,5 Meilen geht es in Spitzkehren die 450 Höhenmeter aufwärts, wobei die letzten 800 Meter am Grat sehr ausgesetzt sind und nur noch durch klettern (an Ketten) aufgestiegen werden können. Diese Anstrengung lohnt sich alleweil, den die Aussicht vom Angels Landing ins Zion Valley ist einfach grandios. Beim Abstieg sind wir durch ein fauchendes Geräusch auf eine Schlage aufmerksam geworden. Ein Einhörnchen wollte diese offenbar wegjagen indem es Dreck und Sand gegen die Schlange warf. Die Schlange bäumte sich jeweils auf, zischte und fauchte bevor sie zuschnappte. Das Ganze war ein sehr beeindruckendes Spektakel, wie man es nicht oft zu sehen bekommt. Nachdem wir wieder unten angekommen waren, fuhren wir mit dem Shuttle-Bus bis zum Temple of Sniawawa. Dort beginnt der Riverside Walk, welcher nach 1,5 km endet, weil anschliessend zwischen Fels und Virgin River kein Platz mehr bleibt. Die Zion Canyon Narrows (600 Meter hohe Sandsteinwände, deren Abstand stellenweise auf nur ein paar Meter zusammenschrumpft) sind dann nur noch erreichbar, wenn man durch den Virgin River watet. Da es sehr heiss war, tat diese Abkühlung gut. Einige Stellen des Rivers sind relativ tief, so dass ich bis zum Bauch nass wurde. Mit gutem Schuhwerk geht es einigermassen auf dem steinigen, sandigen und von Algen belegten Grund des Rivers zu laufen. Trotzdem durfte ich ein kurzes Ausrutschen erleben, so dass ich zumindest bis zum Hals und dem Rucksack nass wurde :-) Auf jeden Fall, war das Flusswaten heute etwas Besonderes.
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