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25.11.2006 Stuart Highway: Porta Augusta – Coober Pedy Um Mittag waren wir bereit (Diesel getankt, Geld abgehoben und eingekauft) und fuhren in den Outback. In Woomera machten wir kurz einen Stop und obwohl es sehr heiss war, ging ich den Missle-Park, indem vor allem „Schrott“ gezeigt wurde anschauen. Kurz nach Sonnenuntergang (20:30) erreichten wir schliesslich Coober Pedy, die Opal-Welthauptstadt, und quartierten uns dort auf dem Big4 Camping ein. Auch nachdem die Sonne untergegangen war, wollte es kaum abkühlen. So waren wir für die Klimaanlage im Camper sehr dankbar, auch wenn ich am Morgen ein bisschen Halsweh hatte. 26.11.2006 Stuart Highway: Coober Pedy – Kulgera Die Stadt Coober Pedy mit ihren Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten liessen wir uns von Rudi, einem 71-jährigen Opal-Mineur aus Österreich, zeigen. Er führte uns zur Wasseraufbereitungsanlage, zur anglikanischen Untergrundkirche in der Catacomb Street, zum „ungrünsten“ Golfplatz der Welt (besteht aus einem grünen Abschlagteppich, sonst aus Stein und Sand), den Noodling Hügeln, auf die Opal Felder und schliesslich ins Umoona Museum. Hier bekamen wir einen 20-minütigen Opal-Film, eine Untergrundwohnung, eine Mine und auch einen Opal-Laden gezeigt. Rudi erzählte leidenschaftlich aus seinem Leben und seinen Erfahrungen als Opal-Mineur. Mehrmals betonte er, dass es reines Glück sei, wenn man Opale finde. Nach dem Mittag machten wir uns auf dem Stuart Highway weiter in den Norden auf den Weg. Da unterwegs nicht viel zu sehen ist, haben wir den CD-Spieler ausgeschaltet und miteinander über unsere Zukunft geplaudert. Gegen Abend erreichten wir Kulgera, wo wir unser erstes Siedler-Kartenspiel in diesen Ferien spielten, die weitere Reise planten und übernachteten. 27.11.2006 Stuart Highway: Kulgera – Ayers Rock Wie schon auf dem Retourweg aus den Flinders Ranges beobachteten wir auf der Fahrt zum Ayers Rock Resort rotierende Wirbelwinde (Durchmesser ca. 5-20m) in der Wüste, die Sand bis hoch hinauf in den Himmel mitrissen. Einer kreuzte sogar wenige Meter vor unserem Auto die Strasse. Als wir gegen Abend im Ayers Rock Ressort angekommen sind, hat es angefangen zu gewittern. Wir sind rund um den Ayers Rock gefahren, haben das Mutitjula Waterhole (der Kuniya-Schlange) besucht und haben dann bis spät in die Nacht versucht die Blitze vom Gewitter zu fotografieren. Wir haben aber nicht ganz alle getroffen ;-) Zum Glück ist das Löschen der schwarzen Bilder mit einer Digitalkamera kein Problem. Bei der Rückfahrt auf den Camping haben wir ein erstes Buschfeuer entdeckt und von weitem beobachten können. 28.11.2006 The Olgas (Kata Tutja) Heute sind wir um ca. 09.30 Uhr losgefahren um in die Olgas zu wandern. Weil es sehr heiss wurde (42 Grad), haben die Ranger den Wanderweg ab dem ersten Lookout um 11.00 Uhr geschlossen. Da wir früher unterwegs waren, hat es uns auch bis zum zweiten Lookout gereicht. Bei diesen Temperaturen war es eine anstrengende Wanderung, nicht weil sie besonders lang (~ 6 km) war, sondern weil der Wanderweg rauf- und runter und über Stock und Stein führte. Nebst den imposanten Stein-Formationen haben wir uns lange damit verweilt, viele kleine Vögel mit einem ganz orangefarbenen Schnabel zu beobachten, die begierig von unserem ausgeschütteten Wasser pickten und dabei ein riesiges Gezwitscher veranstalteten. Auf der Rückfahrt sind wir noch in die Walpa George (Schlucht im Olga-Massiv) gelaufen und haben auch dort viele Vögel beobachten können. Am Nachmittag sind wir dann durch das kleine Dörfchen beim Ayers Rock Ressort geschlendert. Da wir am nächsten Tag sehr früh aufstehen wollten, sind wir nun auch früh schlafen gegangen. 29.11.2006 Ayers Rock (Uluru) Heute sind wir um 04.00 Uhr aufgestanden um den Sonnenaufgang (05.47 Uhr) am Ayers Rock zu sehen und ihn dann anschliessend auch zu besteigen. Als wir kurz nach 06.00 Uhr nach einem wunderschönen Sonnenaufgang bei der einzigen Aufstiegsmöglichkeit angekommen waren, bemerkten wir, dass noch gar niemand zum Ayers Rock aufstieg, obwohl er eigentlich eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang geöffnet wird. Wir haben dann auch das Schild mit dem Grund dafür gesehen: Der Aufstieg war wegen Regengefahr geschlossen. Das hat mich dann ziemlich „angeschissen“ und Marc konnte mich schlecht motivieren nun stattdessen um den Ayers Rock zu laufen (9.4 km). Nach einiger Überlegzeit marschierten wir doch los, sind aber nicht so weit gekommen, da ein Teil dieser Route der Strasse entlang führte und wir deshalb umkehrten. Also sind wir rund 45 Minuten später wieder beim Aufstieg angekommen. Da haben wir einen ziemlich grossen Haufen Asiaten und einen Ranger gesehen. Der öffnete gerade die Tore zum Aufstieg, die Regengefahr war offenbar vorbei. So konnten wir um 07.00 Uhr glücklich den Aufstieg in Angriff nehmen und sind eine Stunde später oben angekommen. Die Wolken am Himmel und der Wind kamen uns für diesen Aufstieg gerade recht. Denn es war immer noch ziemlich warm. Als wir dann ca. um 09.00 Uhr wieder unten waren, war der Aufstieg bereits wieder geschlossen, diesmal wegen der grossen Hitze. Gegen Mittag sind wir dann in den Kings Canyon Ressort gefahren. Dort haben wir nach der Ankunft einen grossen gelben Goanna beobachten können. Da er ein ziemlich gemütlicher Typ war, hatten wir genug Zeit, um ihn zu fotografieren und zu filmen. Ansonsten sind diese Tiere immer schnell weg, wenn man nur in ihre Nähe kommt. Anschliessend gönnten wir uns eine Abkühlung im Pool, wobei Marc die Kingsfisher (Kleiner kecker Vogel mit grün-blauen Flügeln, die eine schwarze Umrandung besitzen) mit ihren Beutezügen rund ums und im Pool sehr imponierten. 30.11.2006 Kings Canyon Da wir wussten, dass es heute heiss wird und wir im Kings Canyon wandern wollten, sind wir bereits um 07.30 Uhr losgefahren. Schon da war es 36 Grad warm. Zuerst führte der Weg steil die Canyon-Wand hoch und nachher dem Canyon entlang, von wo man immer wieder runterschauen konnte. Unterwegs haben wir in der Steinlandschaft viele Tiere, insbesondere Echsen, und Pflanzen gesehen. Ein besonderes Erlebnis war der „Garden of Eden“. Dort gibt es viele Palmen, Tiere und ein Wasserloch. Marc konnte es sich nicht nehmen, dort schwimmen zu gehen. Als wir um 11.30 Uhr von der Wanderung retour kamen war es bereits 42 Grad. Gerade die richtige Temperatur um am Kiosk eine Glace zu kaufen. Als wir die Verkäuferin fragten welche Glacen sie anbietet, sagte Sie uns, dass Sie keine mehr verkaufen könne, denn Sie wären alle geschmolzen. Tja, … Trotz der Wärme war es eine wunderschöne Wanderung. Am Nachmittag sind wir wieder im Pool baden gegangen und haben dabei die Kingsfisher und Port Lincoln Parrots (Rot-Weisse Papageie, die sehr scheu sind) beobachtet und zu filmen versucht. Leider waren sie so schnell, dass wir sie kaum auf dem Bild erwischten, wenn sie sich Wasser oder Insekten aus dem Pool schnappten. Als wir uns zum trocknen auf einen Sonnenstuhl setzten, zog ein Wirbelwind genau beim Pool vorbei. Auf jeden Fall bekam Marc einen Sonnenstuhl an die Schulter geschleudert. Nach ein paar Sekunden war der ganze Sturm wieder vorbei. Wir lernten ein Schweizer Pärchen kennen, das eine geführte Adventure 3Day-Tour (Ayers Rock, The Olgas und Kings Canyon) unternahmen und nun eine kurze Pause beim Pool im Kings Canyon Ressort verbrachten. Beide waren von dieser Tour nicht besonders begeistert. Da sind wir froh, dass wir einen Camper haben und uns die Zeit selber einteilen können. Zum Abendessen haben wir Reis gekocht, aber der Reis war nicht wie wir uns gewohnt waren. Es war ein nicht so superfeiner Betonreis ;-( Am Abend und in der Nacht hat es ziemlich heftig gewittert, so dass das Zelt der Nachbarn einzustürzen drohte. 01.12.2006 Kings Canyon – Alice Springs Nachdem wir ein paar Liter teuren Diesel (1.71 $/ltr) nachgefüllt haben, sind wir losgefahren. In Alice Springs angekommen haben wir kurz unseren Campinglatz reserviert und sind danach zum Infocenter und ins Städtchen gefahren. Nach kurzem lädelen kam ein Sturm mit heftigem Gewitter (die Einwohner waren selber sehr überrascht). 02.12.2006 Alice Springs Nach dem Frühstück hat Marc sich nach dem Wetter erkundigt, denn es hat in der Nacht nochmals gestürmt und sogar Bäume auf dem Camping umgeworfen. Ein Ast des angrenzenden Baumes war zum Glück in eine andere Richtung und nicht auf unseren Camper abgeknickt. Da das Wetter eher schlecht aussah, wussten wir nicht so recht, ob wir heute oder Morgen in die West MacDonnell Ranges fahren sollen. Es war bereits Nachmittag als wir doch noch in die West MacDonnell Ranges losfuhren. Beim Simpson Gap hat es uns verregnet, trotzdem sind wir weiter bis zur Big Ellery Creek Hole gefahren. Aufgrund der unklaren Wetter- und Strassenverhältnissen (teilweise war der Talboden neben den Strassen und auch die Strasse selber überflutet und wir wollten nicht blockiert werden) kehrten wir nach Alice Springs zurück. 03.12.2006 West MacDonnell Ranges, Alice Springs Weil wir wieder in Alice Springs waren und auf dem Camping-Plan die Gottesdienstzeiten verschiedener Kirchen vorfanden, beschlossen wir heute Morgen die Heilsarmee zu besuchen. Obwohl vieles – besonders die vielen Aborigines und die Uniform mit Kurzhosen – fremd war, lief der Gottesdienst ähnlich wie bei uns ab. Vielleicht mit der Ausnahme, dass wir die Weihnachtslieder nicht schon alle am ersten Advent singen. Das anschliessende Gespräch mit einer Frau war sehr informativ, wie es in mit den Aborigines zu und her geht. Sie sind sehr schwierig zu integrieren, da ihre Kultur und ihre Wertesysteme komplett anders sind. Anschliessend fuhren wir bei sonnigem Wetter in den Stanley Chasm mitten in den West MacDonnell Ranges, eine 80 Meter hohe und nur wenige Meter breite Schlucht. Den Nachmittag verbrachten wir im Royal Flying Doctor Museum und dem Desert Park. Hier sahen wir nebst einer Greifvogelschau viele Tiere, Pflanzen und sowie einen überwältigenden Natur-Film. 04.12.2006 Stuart Highway: Alice Springs – Tennant Creek Nachdem wir heute Morgen noch ein paar „Reisevorbereitungen“ in Alice Springs erledigt haben, sind wir am Nachmittag weiter auf dem Stuart Highway nach Norden bis nach Tennant Creek gefahren. Dies ist kurz vor der Kreuzung „Three Ways“, wo wir nach Osten abbiegen werden. Auf dem Weg haben wir uns die Devil Marbels, lustig runde Steine mitten in der Gegend, angeschaut. 05.12.2006 Barkly Highway (657 km): Tennant Creek – Mount Isa Wir fuhren kurz vor Mittag in Richtung Norden los. Am Three Ways, sozusagen „der Kreuzung im Outback“ (ca. 600km nördlich von Alice Springs) sind wir gegen Osten abgebogen! Ein einmaliges Erlebnis, bei so vielen geraden Strassen. Da kann man sich noch an die letzte leichte Kurve erinnern, die 40km zurück liegt ... Unterwegs sind wir direkt an einem Buschbrand vorbeigefahren, wobei man die Hitze sogar durch die Scheiben im Fahrzeug verspürte. Zum Glück haben wir in Camooweal noch ein paar Liter getankt. Obwohl es nach meiner Berechnung (Reichweite 700km wie im Südosten Australiens) bis nach Mount Isa hätte reichen müssen, hätte es bei weitem nicht! Wie wir nachher berechnet haben, war der Verbrauch bei 14.2 ltr/100km, genau einen Liter höher als auf der Fahrt nach Coober Pedy. Dies hing wahrscheinlich mit dem Gegenwind und der hohen Fahrgeschwindigkeit zusammen. In South Australia darf man 110 km/h fahren und so reizten wir teilweise den Camper mit 120 km/h teilweise voll aus. Bei der ersten Tankstelle in Mount Isa, dem Shell Truck Stop, haben wir dann für die unbeschreiblich günstigen 1.195 $/ltr den Tank gefüllt. Total habe ich 81.2 Liter in den 75l Tank eingefüllt! Gut, ich hab dann das Diesel den Tankstutzen runter spiegeln gesehen. Obwohl wir erst gegen sieben auf dem Camping ankamen, wurden wir freundlich aufgenommen. Es war ein ganz schöner Camping, sogar mit Palmen und Rasen. Um noch die Email herunter zu laden gingen wir in den McDonalds Nachtessen und spielten nachher bis zu Sabrinas Verzweiflung 6nimmt anstelle, dass wir die Weihnachtskarten geschrieben hätten. Um Mitternacht überlegten wir uns noch das Programm für den nächsten Tag und beschlossen bis nach Charters Towers zu fahren. 06.12.2006 Flinders Highway (801 km): Mount Isa – Charters Towers Wie geplant sind wir nach kurzem Einkaufen auf die wohl längste Strecke losgefahren. So viele Road-Trains und Oversize-Lastwagen, haben wir noch nie gekreuzt wie hier (siehe Fotos). Sabrinas Highlight war das Überhohlen mehrer Road-Trains und eines Schwertransportes mit einer überbreiten Planierraupe. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Aus den Bergen von Mount Isa werden Hügel, dann Steppe oder auch wieder Waldlandschaft. 07.12.2006 Charters Towers – Townsville – Rollingstone Am Vormittag sind wir ein bisschen durch die alte Goldgräber-Stadt Charter Towers geschlendert. Den wunderbaren alten Häusern (1890) an, haben sie auch wirklich Gold gefunden. Daraufhin sind wir nach Townsville gefahren und haben am „The Strand“ gepicknickt. Das Baden ist hier wegen den Quallen nur im Bassin und abgesperrten Becken möglich. Vom Castle Hill Lookout (284m) hatten wir einen schönen Rundblick über die Stadt und Umgebung. Auf der Fahrt zum Camping in Rollingstone kamen wir am Flugplatz vorbei, wo gerade 6 Militärjets über unseren Köpfen zur Landung ansetzten. Auf dem Camping trafen wir ein pensioniertes Bündner-Ehepaar, mit dem wir uns bis spät über unsere Australien-Erlebnisse unterhielten. Sie erzählten uns, dass sie während der Fahrt durch die Nullarbor-Wüste (Perth-Adelaide) die Autoheizung voll laufen lassen mussten, um dem Motor bei der Kühlung zu helfen. Ansonsten sei er aufgrund der hohen Aussentemperatur immer überhitzt. Da sind wir froh, dass wir die Klimaanlage immer verwenden können! 08.12.2006 Rollingstone Heute schliefen wir mal wieder aus und haben gemütlich gefrühstückt, denn einerseits regnet es und anderseits bleiben wir noch einen Tag auf diesem schönen Camping. Nach einem erholsamen Ferientag haben wir am Abend gespielt und schliesslich unser erstes DVD in diesen Ferien (powered by Flybook) geschaut. 09.12.2006 Rollingstone – Cairns Die Landschaft wird, je nördlicher wir kommen immer je grüner. Nachdem wir unseren Platz auf dem 5-Sterne-Camping in Cairns reserviert hatten, sind wir in die Stadt gefahren. Der Weg zur Esplanade ganz vorne am Meer ist übersäht mit Souvenirläden und Restaurants. Besonders schön war auch das grosse Schwimmbad und die vielen Tiere (kämpfende Krebse, Pelikane, Reiher, …) am Meeresstrand, wenn man bedenkt dass dies alles Mitten in der Stadt ist! 10.12.2006 Cairns – Kuranda – Atherton Tablelands – Mission Beach Heute haben wir uns den tropischen Regenwald im Hinterland von Cairns vorgenommen. Zuerst fuhren wir die kurvige Strasse nach Kuranda hoch und besichtigten nach einem kurzen Marsch durch den Regenwald die Barron Falls. Der Weg führte uns durch Bananen-Plantagen über das Hochplateau der Atherthon Tablelands zum Lake Tinaroo, einem grossen Stausee. Auf dem Rundweg zurück zum Mission Beach begann es (entsprechend der jetzt beginnenden „Wet Season“) ausgiebig zu regnen, so dass wir nur noch kurz an den Nandroya Falls anhielten, um die Regenwald-Landschaft am kleinen Flüsschen zu geniessen. Der Regen wurde auf der Rückfahrt teilweise so heftig, dass der Auto-Scheibenwischer kaum mehr mitkam. Kurz vor dem Eindunkeln sind wir am schönen Mission Beach angelangt. Der Camping liegt direkt am Meer und wir sehen vom Camper aus die hohen Wellen.
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