|
10.11.2006 Sydney Heute nehmen wir nochmals einen Anlauf in Richtung Opera und Harbour Bridge. Auf dem Weg dorthin (durch Hyde Park und Botanic Garden) kommen wir an der State Library vorbei, wo wir ein WLAN feststellen und nachher gratis surfen gehen. Wir schreiben ein erstes Mal Email und laden Bilder in unser Fotoalbum. Hier zeigen sich auch die Einschränkungen des Flybook. Bei Sonnenlicht ist der Bildschirm schlecht lesbar und die Performance lässt auch zu wünschen übrig. Die Sydney Opera, der Circular Quay, the Rocks und die Harbour Bridge sind eindrücklich. Besonders faszinierend waren auch die grossen Ozean-Schiffe. Den Rückweg treten wir mit der Harbour Ferry an und geniessen noch den Abend im weltgrössten IMAX. Die „Extreme“-Bilder sind so gross und eindrücklich, dass Sabrina ganz überwältigt einschläft. 11.11.2006 Sydney - Hillsong Heute haben wir im „The Grace Hotel“ ausgecheckt und sind mit dem Taxi nach Mascot gefahren um unseren Camper entgegenzunehmen. Der Camper ist recht gross für zwei Personen, aber ich schätze das sehr. Er hat ein WC, eine Dusche, eine kleine Küche, Safe und Klimaanlage. Nachdem wir alle Formalitäten erledigt hatten, fuhren wir in Richtung Hillsong Church los. Wir haben uns entschieden, dass wir in dieser bekannten Church mal einen Gottesdienst besuchen wollen. Jonathan Inniger, der Sohn unserer Korpsoffiziere studiert in Hillsong und wir haben ihn dort getroffen. Am Abend haben wir uns dann auf die Suche nach dem Big4-Camping gemacht. Leider sind wir in eine falsche Strasse abgebogen und haben dies lange nicht bemerkt. Nach gut 1,5 Stunden haben wir dann aber den Camping auch noch gefunden :-) 12.11.2006 Hilsong – Batemans Bay Nach der ersten guten Nacht sind wir nochmals zur Hillsong Church gefahren um den Gottesdienst zu besuchen. Heute hat Darlene Zschech den Worship geleitet. Es ist ein einmaliges und imponierendes Erlebnis, einen solchen Gottesdienst zu besuchen. Nach dem Mittagessen haben wir kurz die Route ausgesucht die wir heute noch fahren wollen. Wir haben uns entschieden nach Batemans Bay zu fahren. Das sind gut 300 Kilometer. Die Strassen hier sind eindrücklich. Die Autobahn sieht zum Teil aus wie bei uns, jedoch führt sie uns auf einmal über eine hüglige Landschaft. Kurz nach 18.00 Uhr haben wir Batemans Bay erreicht und uns auf dem schönen Camping für die nächsten zwei Nächte eingerichtet. Der Campingplatz ist direkt an einer Bucht und sehr sauber gepflegt. 13.11.2006 Batemans Bay Da es heute morgen regnet haben wir das erste mal im Camper gefrühstückt. Den Tag haben wir mit Einkaufen, mailen mit dem Flybook über Telstra Wirless auf dem Parkplatz vor dem McDonalds und Einräumen des Campers verbracht. Auf dem Parkplatz des McDonalds hat es sogar kurz gehagelt, doch scheint unser Auto nichts abbekommen zu haben. Unser Camper ist nun eingerichtet und unsere Koffern grösstenteils verstaut, so das wir ein gemütliches Zuhause für die nächsten sechs Wochen haben. 14.11.2006 Princess Highway: Batemans Bay – Lakes Entrance Heute fuhren wir wieder ein grösseres Stück und haben viele sehr schöne Orte gesehen, an denen wir gerne ein paar Wochen Ferien verbringen würden. Besonders Narooma oder auch die Küstenstrasse von Bergamui nach Tathra sind wunderschön. Nach Eden kam plötzlich kein grösseres Dorf mit Tankstelle mehr und uns wäre beinahe der Diesel ausgegangen. Ein älterer Mann an der Tanksäule in Genoa (leider nur noch 5 Häuser übrig) erklärte mir, dass er schon seit 2 Jahren kein Petrol mehr habe und wir nach Mallacoota zum tanken fahren müssten. Dies war ein Abstecher von 23km an die Küste. Dort tankten wir nach gesamthaft 720km gefahrenen Kilometern 76.5 Liter in den 75 Liter-Tank (so jedenfalls die Info bei der Camperübernahme). Für den Mercedes Sprinter finde ich das doch ein recht geringer Verbrauch (10.6 Liter/100km). Vielleicht liegt dies auch am gesegneten Diesel auf den letzten 23 km :-) Bis zum Abend fuhren wir dann noch die abwechslungsreiche Strecke auf dem Princess Highway bis nach Lakes Entrance, einem quirligen Fischerdorf. 15.11.2006 Gippsland Highway: Lakes Entrance – San Remo (Phillip Islands) Heute sind wir nach Paradise Beach gefahren. Dies ist ein kleiner Ferienort am Nintey Mile Beach. Leider ist das Wetter recht kühl und sehr windig, so dass wir nur den Strand besucht haben und ich ins Wasser gestanden bin ohne in den grossen Wellen schwimmen zu gehen. Wahrscheinlich war es nicht nur uns zu kalt, denn jedenfalls war der ganze Strand, soweit man sehen konnte, menschenleer. Beinahe könnte man von einem „verschissenen“ Tag sprechen, denn als ich in Narooma die Möwen wegjagen wollte und diese vor lauter Wind kaum wegfliegen konnten, „musste“ eine wohl aus lauter Angst und traf mich auf Hosen und Pullover. Ich sah es kommen, konnte aber auch nicht mehr ausweichen. Den Wilsons Promotory Nationalpark haben wir aus Zeitgründen nicht besucht und sind direkt nach San Remo gefahren. Nachdem wir auf dem dritten Camping eine Bleibe gefunden hatten, fuhren wir vor der Abenddämmerung auf die Phillip Island an die Penguin Parade. 16.11.2006 San Remo (Phillip Islands) – Wye River (Lorne, Great Ocean Road) Heute fuhren wir nochmals auf die Phillip Island und besuchten das Koala Convention Center, wo wir die putzigen Tiere in ihren Bäumen beobachten konnten. Zum Glück waren zwei der drei Koala-Babies munter und spielten miteinander, währenddem alle anderen schliefen. Gemäss der Information schlafen diese Tiere 20 Stunden pro Tag. 3 Stunden wandern Sie umher und 3 Stunden seien Sie mit dem Essen von Blättern beschäftigt. Nachdem ich bei Stefano Salvi für das Mobile von Philipp Moser angefragt habe, konnte ich ihn fragen, wo sie denn gerade unterwegs sind. Leider hat sich herausgestellt, dass er auch schon gestern auf Phillip Island war und nun schon auf dem Weg nach Sydney ist. So haben wir uns also gerade sehr knapp verpasst. Wir haben uns entschlossen Melbourne nicht zu besuchen. Dafür haben wir die Fähre von Sorrento nach Queenscliff genommen und sind im späteren Nachmittag auf die Great Ocean Road gekommen. Die Sandstrände, die Klippen und auch die grossen Wellen sind eindrücklich. Gegen Abend haben wir einen wunderbar gestalteten Camping am Why River gefunden. Beim Hinfahren auf unseren Platz unter grossen Bäumen am Flüsschen gelegen mussten wir zuerst einmal die jungen Enten wegscheuchen, die hier gerade am Abendessen waren. 17.11.2006 Great Ocean Road: Why River – Warrnambol Nachdem ich vom Campingwart John noch ein paar Tipps bekommen hatte und mit ihm den Kookaburra-Vogel gefüttert hatte, brachen wir auf den zweiten Teil der Great Ocean Road auf. Nebst auf dem südlichsten Punkt von Australien (Cape Otway) – denn gemäss John gehört Tasmanien nicht mehr dazu – hielten wir auch an den schönen Klippen (12 Apostel, Loch Ard George, The Arch, London Bridge) der Shipwreck Coast an. Sie hat diesen Namen erhalten, weil dort noch 26 Wracks der etwa 80 gesunkenen Schiffe lagern bei deren Untergang mehrere Hundert Menschen ums Leben kamen. 18.11.2006 Princess Highway: Warrnambol – Middleton Bevor wir zum Morgenessen an den Thunder Point aufbrachen, habe ich Peter von Melbourne unter der Dusche getroffen. Er ist Heilsarmee-Offizier und verbrachte eine Woche mit 35 anderen pensionierten Salutisten auf dem Camping. Heute sind wir vor allem gefahren und legten etwa 620 km zurück. Dabei flogen uns leider zwei Vögel, tausende Mücken, Falter und andere Insekten in die Fahrzeugfront. In den grösseren Ortschaften haben wir jeweils einen kurzen Halt eingelegt und sind so zum Beispiel in Beachport auf dem Jetty weit ins Meer hinausgewandert. Bei der Wellington Lodge fotografierten wir den schönen Sonnenuntergang und übersetzten mit der kostenlosen Wellington Ferry über den Murray River. Obwohl wir spät auf dem Camping ankamen, nahm uns der beim BBQ sitzende Campingwart freundlich auf. Für ihn war es noch nicht so spät wie für uns – wir hatten vergessen die Zeit auf die Mittelaustralische Zeit umzustellen. 19.11.2006 Fleurieu Peninsula: Middleton – Kingscote (Kangaroo Islands) Heute fuhren wir nach Victor Harbor, wo wir die Fähre buchen konnten und auf dem Jetty gegen die Granite Island flanierten. Zwischendurch kreuzte uns das populäre Pferde-Tram. Am Dorfplatz genossen wir erstmals einen deutschen HotDog. Als wir durch Fleurieu Peninsula gefahren sind und noch ein paar Minuten auf die Fähre warten mussten, trafen wir zwei andere Schweizer-Camper, die wir bereits beim Buchen der Fähre gesehen hatten. Sie sollten uns noch die ganze Zeit auf Kangaroo Island verfolgen. Auf der Sealink Fähre von Cape Jervis nach Penneshaw durften wir einen Delphin sehen, der am Bug des Schiffes mit schwamm und sogar einmal aus dem Wasser sprang. Auf dem Weg nach Kingscote bestiegen wir zu Fuss den Prospect Hill und beobachteten ein etwa 1.2m langen Goanna (so etwas wie eine Eidechse, einfach grösser), der sich über den Weg schlich und nachher im Gebüsch versteckte. Gegen Abend fuhren wir in die Bay of Shoals und Sabrina fotografierte die Pelikane aus nächster Nähe. Nach einem kurzen Spaziergang am Strand des Emu Bays kochten wir uns auf dem Parkplatz gemütlich Basilikum Tortellini zum Znacht und kehrten anschliessend auf den dicht von Schweizern besiedelten Camping zurück. 20.11.2006 Kangaroo Islands Heute standen wir früher auf, als gewöhnlich um genügend Zeit zu haben, den Rest der Insel anzuschauen. Zuerst fuhren wir an den Seal Bay und beobachteten die vielen Sea Lions am Sandstrand. Als es neben der Fussgänger-Plattform furzte und rülpste, entdeckten wir eine Seelöwin mit ihrem Jungen im Gebüsch liegen. Im Parking-Areal entdeckte Sabrina das erste wilde Känguru. Es war gerade dabei, Wasser aus einer Pfütze zu trinken. Am Strassenrand lagen leider auch viele angefahrene Kangaroos und Wallabies. Wir hätten eher zwei Goannas überfahren, welche die warme Strassenoberfläche genossen.
Den Strand am Vivonne Bay hätten wir für uns alleine gehabt, aber leider war immer noch ein bisschen kühl und windig, so dass wir auch von dort nach einem kleinen Spaziergang weiter zogen. Am Nachmittag fuhren wir dann an den Kelly Hill Caves vorbei in den Flinders Chase National Park wo wir wilde Kängurus, Wallabies, Koalas und am Cape de Cuedic Fur Seals (schwarze Seelöwen) sahen. Obwohl wir nicht mehr viel Zeit übrig hatten, besuchten wir die Remarkable Rocks und fuhren dann zügig quer über die Insel zurück um die 19:00 Uhr Fähre nach Cape Jervis zu erreichen. 21.11.2006 Second Valley – Adelaide Nachdem wir noch ein bisschen in den steinigen Buchten von Second Valley am Meer entlang gegangen waren, fuhren wir nach Adelaide in die Stadt. Sabrina ist mein guter Copilot geworden und hat mich sicher ins Zentrum gelotst. Der von Grünflächen umrundete Stadtkern ist sehr schön und hat eine besonders attraktive Einkaufsmeile. Nun sind wir auf einem Camping, direkt neben dem Flughafen und sehen und hören die Flugzeuge starten und landen. Es ist der grösste Camping, auf dem wir je waren.
|