Gott hat jedem Menschen etwas gegeben,
womit er andere glücklich machen kann.

Phil Bosmans
 
 Freitag, 30 Juli 2010
    
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USA 2009
13. Juli 2009: Back@home PDF Drucken E-Mail

In den letzten 2 Monaten durften wir auf unserer Reise durch den Westen der USA viel sehen und erleben. Die wunderbaren Landschaften, Nationalparks, Tiere und Pflanzen, aber auch die Grossstädte wie New York, Los Angeles, San Francisco, Las Vegas und San Diego waren sehr spannend, vielfältig und beeindruckend. Wir sind dankbar, dass wir auf den gefahrenen 4615 Meilen (7427 km), den vielen Wanderungen und Biketouren bewahrt wurden. Wir werden diese Reise in guter Erinnerung behalten.

7. – 12. Juli 2009: San Diego – Los Angeles PDF Drucken E-Mail

Da unser Campingplatz eher eng, teuer und ohne jegliche Aussicht war, bevorzugten wir es, heute zuerst ein bisschen zu fahren, um an einem schönen Plätzchen zu frühstücken. So haben wir in einem edlen Wohnquartier am Meer unseren Camper parkiert und gefrühstückt. Danach sind wir der Küste entlang weitergefahren, mit der Absicht, an einem schönen Ort am Strand zu baden und zu übernachten. Mit dem St. Clemente State Park sind wir bald fündig geworden und haben um 15.00 Uhr den letzten Platz erhalten. Dieser befindet sich auf einer Klippe und ist zu Fuss nur ein paar Minuten vom Strand entfernt, so dass Marc sich nach einem kleinen Imbiss in den hohen Wellen des pazifischen Ozeans etwas abkühlte. Beim Volleyball spielen in der Brandung wurde dann auch ich samt den Kleidern nass, was bei diesen Temperaturen aber nichts ausmachte. Beim Fotografieren der Strandambiente haben wir auf einmal drei Delphine im Ozean entdeckt, welche gemütlich in Strandnähe ihre Sprünge vorführten und sich durch nichts stören liessen.

Heute Morgen gingen wir noch einmal an den Strand baden. Nach dem Mittagessen sind wir dann nach Los Angeles gefahren. Wir haben einen Campingplatz in der Nähe des Hotels Roosevelt, in welchem wir in den restlichen Tagen logieren, ausgesucht, damit wir Morgen vor der Camperabgabe unser Gepäck im Hotel deponieren können. Wer in Los Angeles mit dem Auto unterwegs ist, muss wegen den vielen Staus immer mit Verspätungen rechnen. Unser Navi hat uns diese Staus gemeldet und so konnten wir uns darauf einstellen. Bis spät in die Nacht hinein haben wir dann gepackt und geputzt.

Da wir nicht wissen wie es morgens mit dem Verkehr aussieht und wir nicht plötzlich in ein Gjufel geraten wollen, sind wir heute um 05.30 Uhr aufgestanden. Beim Hotel konnten wir gut parkieren, was uns ziemlich erleichterte, war dies doch unsere grösste Sorge für den heutigen Tag gewesen. So konnten wir unser Gepäck beim Hotel lassen und fuhren anschliessend weiter ans andere Ende der Stadt zur Campervermietstation. Ohne Einwände, dafür mit einigen "oh okay" und "okay dokeys" wurde unser Camper wieder zurück genommen. Mit unseren Scootern sind wir dann zur nächsten Bushaltestelle gefahren, um zu den Citadel Outlets zu gelangen. Der Nachmittag verging dort mit lädelen sehr schnell und eine längere Bus- und Metrofahrt durch Los Angeles stand uns noch bevor. In Hollywood Highland angekommen stellten wir sofort fest, dass auf dem Walk of Fame nun doch mehr Touristen unterwegs waren als am Morgen. So sind auch wir noch ein paar Schritte gelaufen, bevor wir vor einem Stern in den Stau gerieten. Bald wurde uns klar, dass es sich hierbei um Michael Jackson's Stern handelte, welcher mit vielen Leuten, Blumen, Zeichnungen und Kerzen umstellt war.

Den nächsten Tag verbrachten wir damit, die DownTown von Los Angeles zu besichtigen. Obwohl die Häuser auch gross sind, ist die Skyline weniger grossartig als New York oder San Francisco. Auch sieht man dort praktisch nur Buissnesleute und wenige Touristen. Dafür reihen sich haufenweise Starbucks Coffee's aneinander, wo auch wir zwischendurch ein erfrischendes oder koffeinhaltiges Getränk genossen. Zurück in Hollywood ist wieder mehr Leben auf den Strassen. Bis spät in die Nacht hinein (03.00 Uhr) schallt Musik bis in unser Hotelzimmer, dies trotz geschlossenen Fenstern im 8. Stockwerk.

Tags darauf fuhren wir zu den Universal Studios. Natürlich sind wir an diesem sonnigen und heissen Tag nicht alleine dort, trotzdem sind die Wartezeiten vor den Bahnen und den Shows relativ erträglich. Da heute aber Samstag ist, werden keine Filme gedreht und deshalb sind kaum Leute am Arbeiten. Nichts desto trotz war die von einigen nassen und heissen Effekten geprägte Studio Tour durch die Strassen der TV-Serie „Desperate Housewives“ oder des Kinofilms „War of the Worlds (Krieg der Welten)“ sehr interessant. Die Watershow, Shrek 4D, Backdraft oder auch die Blues Brothers waren wirklich amüsant und cool inszeniert. Hingegen bei der Terminator 2:3D Show könnte man einen Hörschutz gut gebrauchen. Nun wissen auch wir, wie die Filme und Spacialeffects in Hollywood entstehen und kehren mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück ins Hotel. Denn mit dem heutigen Tag geht unsere Reise dem Ende entgegen, da wir morgen zurück in die Schweiz fliegen. Das wir die Gelegenheit wahrnehmen durften einen kleinen Teil dieser wunderbaren, abwechslungsreichen und eindrücklichen Schöpfung zu bereisen, stimmt uns aber sehr glücklich und dankbar.

Um 03.00 Uhr standen wir bereits wieder auf, um eine rasante Taxifahrt durch Los Angeles zu erleben. Unser Flieger nach New York startete pünktlich und so sind wir um 15.00 Uhr in New York gelandet. Da wir bereits hier eine Zeitverschiebung hatten, gab es halt erst jetzt das Frühstück, dafür gerade mit dem Mittagessen zusammen :-). Der Weiterflug nach Zürich verzögerte sich um eine gute Stunde, trotzdem sind wir pünktlich in der Schweiz gelandet, wo wir von Papi (Guido), Mel und Mischa morgens um 07.45 Uhr herzlich empfangen wurden.

4. – 6. Juli 2009: Lake Havasu City – Joshua Tree– San Diego PDF Drucken E-Mail

Bevor wir heute losfahren, haben wir beim Starbucks den neuen Erdbeer-Bananen-Smoothie ausprobiert. Der schmeckt mir! Auf der Old Route 66 fahren wir dann von Kingman über Oatman nach Toprock. Dies sind die landschaftlich schönsten Meilen der Route 66, welche sehr kurvig über den Sitgreaves Pass (3652 ft.) führen. Ausser dass noch ein paar alte Schilder und vereinzelt ein Saloon oder Restaurant der 50er-Jahre zu sehen sind, ist das restliche Teilstück der Route 66 nicht so interessant. Weiter sind wir dann dem Colorado River entlang nach Lake Havasu City gefahren, wo wir uns ein schönes Plätzchen zum Baden aussuchten. Der See ist tiefblau und irgendwie das Mekka aller Wassersportsfreunde. Auf jeden Fall ist er voll belegt mit Boten, Wassertöffs, etc.und es dröhnt wie in einem Motodrom. Nach der Abkühlung fahren wir weiter nach Twentynine Palms. Da wir über die Staatengrenze nach Californien kommen und meine Aprikosen, welche ich heute Morgen gekauft habe, keinen Kleber drauf hatten, musste ich diese abgeben :-(
In Twentynine Palms haben wir das Visitor Center des Joshua Tree Nationalparks aufgesucht und uns dort mit Maps eingedeckt. Anschliessend sind wir auf den Camping 29 Palms Resort gefahren und haben wieder einmal grilliert.

Am nächsten Morgen fuhren wir in den Joshua Tree Nationalpark. Die Kakteen, Sträucher und eben die baumartigen Joshua Trees (Yucca) ergänzen sich sehr schön in dieser steinigen Wüste. Vom 1581 m hohen Keys View aus sieht man sogar bis nach Mexico. Wir haben uns entschlossen, den kurzen Hidden Valley Trail (1,6 km) zu wandern, wobei wir natürlich auch auf die eine oder andere Steinformation geklettert sind. Nachdem wir uns mit einem kalten CocaCola erfrischten, sind wir weiter nach Palm Springs gefahren. Die Anfahrt dorthin ist von sehr starkem Seitenwind geprägt und die unzähligen Windräder nutzen dies aus. Nebst dem gibt es in Palm Springs Golfplätze, Palmen und schöne Häuser mit gepflegtem Umschwung zu sehen. Über Palm Desert sind wir dann in den Salton Sea State Park gefahren, um dort zu übernachten. Bei Heissluft und Mondscheinlicht haben wir versucht Volleyball zu spielen, was aber nicht so einfach war. Deshalb haben wir das zweite und letzte Speedlight benützt um Speedminton zu spielen.

Eigentlich wollte Marc am nächsten morgen im Salton Sea schwimmen gehen, aber das Ufer, die toten Fische und der Geruch nach Algen waren nicht gerade einladend, so dass er mit trockenen Badhosen wieder zurück gekommen ist.
Über die S22 fahren wir dann weiter durch die trockene Anza-Borrego Desert, wo ausser Kakteen und anspruchslose Wüstengewächse nichts gedeiht. Die Strecke nach Julian war schön und abwechslungsreich, so dass wir beim Lake Cuyamaca des Cuyamaca State Parks einen Zwischenhalt einlegten, um die saftig grüne Gegend zu geniessen. Anschliessend fahren wir weiter in Richtung San Diego, wo wir unser wertvolles Navi wieder mehr benützen, da es dort nun doch einige Strassen mehr hat. Kreuz und quer fahren wir mal die eine Strasse rauf und die nächste wieder runter, damit wir möglichst viel von dieser Stadt sehen. Alles ist dort sehr gepflegt und sauber. Die vielen grünen Palmen, der Hafen, die Sandstrände geben San Diego einen besonderen Glanz. Deshalb entscheiden wir uns heute nicht mehr weiter zu fahren, sondern auf dem Campingplatz Campland on the Mission Bay zu übernachten. Dieser Campingplatz ist sehr gross (verfügt über mehr als 200 Plätze) und bei den Amerikaner offensichtlich beliebt. In der hintersten Reihe konnten wir uns noch ein Plätzchen ergattern.

2. – 3. Juli 2009: Havasupai (Grand Canyon) PDF Drucken E-Mail

Noch bevor der Wecker um 06.00 Uhr klingelte, wurden wir von der Sonne geweckt, die uns einerseits trotz Storen blendete und andererseits unseren Camper aufheizte. So sind wir dann auf der Route 66 bis nach Peach Springs gefahren. Von dort aus führt eine 60-Meilen lange, gerade Strasse auf den Parkplatz von Hualapai Hilltop. Weil wir unterwegs kein einziges Auto gekreuzt haben, waren wir sehr erstaunt, dass dieser grosse Parkplatz ziemlich voll besetzt war. Trotzdem haben wir noch ein Platz für unseren Camper gefunden und haben gefrühstückt. Voll besattelt wanderten wir dann über den staubigen Pfad in den Hualapai Canyon hinunter. Einige Male mussten wir den Maultierkarawanen ausweichen und auch der Helikopter flog uns richtig um die Ohren. Nach 13 km erreichten wir das Supai Indian Village, wo wir unser Zimmer in der Lodge beziehen konnten. Nachdem wir dort einiges abgeladen hatten, liefen wir zu den wunderbaren Wasserfällen los. Im 2008 wurde jedoch bei einem Unwetter vieles überflutet und weggeschwemmt. Weil der Havasu Creek seither einen anderen Weg fliesst, ist der Navajo Wasserfall jetzt trocken, dafür gibt es zwei neue weniger hohe Wasserfälle. Das frische Bachbett ist bereits wieder schön von grünen Pflanzen überwachsen, währenddem die Spuren der Erosion an der Uferböschung noch gut ersichtlich sind. Etwas weiter unten stürzt der Creek dann über den Havasu Fall in die Tiefe. Am Fusse dieses Wasserfalles befindet sich der türkis leuchtende Badepool sowie einige terrassenförmig angeordnete Becken, worin man sich beim Baden gut erfrischen kann. Wir sind dann weiter zum Mooney Fall gewandert, wobei geklettert für das letzte Stück angemessener beschrieben ist. Denn hinter dem Campground führt eine fast senkrechte Stiege zum Pool des Mooney Falls hinunter. Ohne die angebrachten Ketten und die Leitern wäre der Abstieg dorthin nicht möglich. Unten angekommen öffnet sich wiederum ein schöner Badepool mit klarem Quellwasser. Wenn man dann noch weiter zum Beaver Fall oder an den Colorado River hinunter wandern will, muss der Havasu Creek einige Male überquert werden und der Wanderweg geht in ähnlich wildem Stil weiter wie zum Mooney Fall. Deshalb und auch weil die Dunkelheit demnächst einbrach, sind wir zur Lodge umgekehrt, haben kalt geduscht und aus dem Rucksack zNacht gegessen.

Am nächsten Morgen gab es für Marc ein Frühstück der seltenen Art. Es bestand aus mitgenommenem Sandwich, Pringels, Cookies, TrailMix und Wasser. Anschliessend sind wir erneut zum Havasu Fall gewandert um zu baden, bevor wir dann den Rückweg aus dem Canyon unter die Füsse nehmen. In Supai haben wir nochmals einen kurzen Halt gemacht um im Store etwas Proviant für den Rückweg zu kaufen. Weil die Post mit den Maultieren nach Hualapai Hilltop gebracht wird, gibt es dort spezielle Briefmarken und so konnten wir es nicht unterlassen, uns selbst eine Postkarten zu schreiben. Da das Postamt aber wegen Ferienzeit geschlossen hatte, versuchten wir sie im Store aufzugeben. Wir sind gespannt, ob unsere Karte ankommt.
In der Zwischenzeit hatte sich die Sonne auch etwas hinter den Wolken versteckt, worüber wir nicht undankbar waren, denn jetzt geht es durch den Canyon aufwärts. Nebst uns waren noch einige Maultierkarawanen unterwegs, welche entweder Essen nach Supai brachten oder Gepäckstücke von Touristen nach Hualapai Hilltop transportierten. Oben schon fast angekommen, haben wir auf dem Weg eine kleine quergestreifte Schlange entdeckt. Diese liess sich aber durch uns nicht aus der Ruhe bringen und züngelte weiter vor sich hin. Glücklich waren wir dann, als wir unsere Wanderschuhe ausziehen konnten, um im Camper unter die Dusche zu stehen. Die Wanderung durch den Havasupai Canyon - einen Ableger des Grand Canyons - ist zwar schön aber nicht mit jener im Grand Canyon vergleichbar. Die traumhaften Wasserfälle mit dem reinen Quellwasser sind einfach fantastisch. So etwas haben wir noch nie gesehen!

29. Juni – 1. Juli 2009: Valley of Fire PDF Drucken E-Mail

Wir haben uns entschieden, heute ins Valley of Fire zu fahren und möglichst dort im Park einen Campingplatz zu erhalten. So fahren wir zuerst durch St. George um noch einiges einzukaufen und im Starbucks ein Kaffee zu geniessen. Die Interstate 15 führt uns dann weiter durch die trockene Wüstengegend Arizonas und Nevadas und durch den Staatenwechsel gewinnen wir wieder einmal mehr Zeit (+ 1 Stunde).
Im Valley of Fire ist es ziemlich heiss (über 40 Grad) und deshalb ist der Campingplatz auch nicht überfüllt :-) So konnten wir uns ein schönes Plätzchen aussuchen, welches sogar Strom und Wasseranschluss hatte. Anschliessend sind wir noch kurz zum Visitor Center gefahren, welches aber schon geschlossen war. Unterwegs dorthin mussten wir anhalten um eine ganze Schar Road Runner (Vögel) über die Strasse „rennen“ zu lassen. Während dem wir dann auf dem Camping dank dem Strom unseren Camper klimatisieren konnten, spielten wir auf dem grosszügigen Vorplatz ein bisschen Volleyball und Speedminton. Die Wärme liess es dann auch allemal zu bis spät in die Nacht hinein draussen zu sitzen und Fotos auszusortieren.

Wir haben uns entschieden, dass wir noch eine Nacht länger auf diesem wirklich wunderschönen Camping mitten in der Natur zwischen den feuerroten Felsen bleiben werden, auch wenn wir das Gefühl haben, dass die Heizung nun abgestellt werden könnte :-) So haben wir tags darauf unseren Campingplatz verlängert, bevor wir unsere Bikes für die geplante Tour durch das Valley of Fire rüsteten. Im Visitor Center haben wir uns eine Map des Valleys besorgt, damit wir uns auch ein Bild über die Strecke machen konnten. Dann geht's los: Hügel rauf, Hügel runter, ... Die Aussicht vom Rainbow Vista ins Valley der farbigen Gesteinsformationen ist grandios. Die Strasse endet bei den White Domes, welche wir auf einem Wanderweg umrunden konnten. Die geformten Felsen auf diesem Rundgang sind sehr faszinierend und leuchten zum Teil wie Feuer. Auf dem Retourweg mit den Bikes macht mir (Sabrina) die Hitze (42 Grad) nun doch ein wenig zu schaffen, so dass mehrere Stopps fürs trinken nötig waren. Noch gerade rechzeitig waren wir wieder beim Visitor Center angekommen (sie schliessen heute eine Stunde früher für die Inventur) und konnten ein kühles CocaCola aus dem Automaten geniessen, was sehr gut tat. Das letzte Stück zurück zum Camper war dann noch vom Gegenwind geprägt, aber doch weniger anstrengend. Da wir den Campingplatz bereits am Morgen reserviert hatten, konnten wir den Camper den ganzen Tag am Strom angeschlossen und die Klimaanlage laufen lassen. So freuten wir uns zurück in einer abgekühlten Atmosphäre eine Glace zu geniessen und das zNacht zuzubereiten.

Wir haben uns entschieden heute zuerst weiter zu fahren und dann erst zu frühstücken. So haben wir als erstes noch einen Zwischenhalt beim Elephant Rock des Valley of Fires gemacht, bevor wir an den Lake Mead gefahren sind. In der Callville Bay haben wir also gefrühstückt und in Boulder Beach unsere Beine im warmen Wasser des Lakes vertreten. Die Überquerung des Colorado Rivers in Bullhead City war ein krasser farblicher Kontrast zu den trockenen und faden Wüstenlandschaften entlang der Highways 95 und 68. Abgesehen davon und das wir ab und zu an einem "Mini Las Vegas" vorbei fuhren, war auf diesem Streckenabschnitt nicht viel los. In Kingman haben wir das Visitor Center besucht, um uns zu erkundigen, wo es unterwegs nach Hualapai Hilltop noch Campingplätze gäbe. Da es nur einen gab und dieser kaum näher als die in Kingman selbst lag, haben wir uns entschieden, auf dem Parkplatz vom Wal-Mart Supercenter zu übernachten. Dort haben wir nun auch zNacht gegessen und ein bisschen Volleyball gespielt, bevor wir hinters Rucksack packen machten. Bald einmal merkten wir, dass unsere beiden Velo-Rucksäcke zu klein sind, für das was wir in Supai benötigen. Tja, so gingen wir um 23.30 Uhr noch in den Wal-Mart und kauften uns für wenige Dollar einen grossen Rucksack.

27. – 29. Juni 2009: Zion Nationalpark PDF Drucken E-Mail

Auch heute morgen haben wir nochmals Büroarbeit erledigt und sind nach dem Mittagessen zum Zion Nationalpark weiter gefahren. Im Visitor Center des Nationalparks haben wir uns kurz über die Wander-Trails sowie über das Velofahren im Park erkundigt. Anschliessend sind wir mit den Bikes dem Virgin River entlang gefahren und bestaunten unterwegs den Court of the Patriarchs. Da wir ja im „heiligen“ Land Zion waren, sind dies die drei Patriarchen, Isaak, Jakob und Abraham. Von der Zion Lodge aus starteten wir zum Emerald-Pools-Trail. Von diesen Pools gibt es deren drei: den Lower, den Middle sowie den Upper, wobei immer ein kleiner Wasserfall dazwischen gehört. Via Kayenta-Trail sind wir dem River entlang zur Zion Lodge zurück gekehrt. Hier hatte es viele eklige Bremen, die uns oder vor allem Marc stachen. Auch sind wir vielen Hirschen und grossen Truthähnen begegnet.

Als wir am nächsten Morgen den Rucksack gepackt hatten sind wir in den Zion Shuttle-Bus gestiegen. Der Shuttle-Bus fährt im 15-min Takt die 6 Meilen (10 km) Strecke bis zum Ende der Strasse, wofür er sagenhafte 45 Minuten benötigt. Kein Wunder, denn unterwegs werden noch die Geschichte sowie sämtliche Trails des Zion Nationalparks erklärt. Nachdem wir bei der Grotto-Haltestelle ausgestiegen sind, begannen wir unsere Wanderung zur Angels Landing. In nur 2,5 Meilen geht es in Spitzkehren die 450 Höhenmeter aufwärts, wobei die letzten 800 Meter am Grat sehr ausgesetzt sind und nur noch durch klettern (an Ketten) aufgestiegen werden können. Diese Anstrengung lohnt sich alleweil, den die Aussicht vom Angels Landing ins Zion Valley ist einfach grandios.
Beim Abstieg sind wir durch ein fauchendes Geräusch auf eine Schlage aufmerksam geworden. Ein Einhörnchen wollte diese offenbar wegjagen indem es Dreck und Sand gegen die Schlange warf. Die Schlange bäumte sich jeweils auf, zischte und fauchte bevor sie zuschnappte. Das Ganze war ein sehr beeindruckendes Spektakel, wie man es nicht oft zu sehen bekommt.
Nachdem wir wieder unten angekommen waren, fuhren wir mit dem Shuttle-Bus bis zum Temple of Sniawawa. Dort beginnt der Riverside Walk, welcher nach 1,5 km endet, weil anschliessend zwischen Fels und Virgin River kein Platz mehr bleibt. Die Zion Canyon Narrows (600 Meter hohe Sandsteinwände, deren Abstand stellenweise auf nur ein paar Meter zusammenschrumpft) sind dann nur noch erreichbar, wenn man durch den Virgin River watet. Da es sehr heiss war, tat diese Abkühlung gut. Einige Stellen des Rivers sind relativ tief, so dass ich bis zum Bauch nass wurde. Mit gutem Schuhwerk geht es einigermassen auf dem steinigen, sandigen und von Algen belegten Grund des Rivers zu laufen. Trotzdem durfte ich ein kurzes Ausrutschen erleben, so dass ich zumindest bis zum Hals und dem Rucksack nass wurde :-) Auf jeden Fall, war das Flusswaten heute etwas Besonderes.

 
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Sabrina & Marc Schmid, Wichtrach